Sehenswürdigkeiten in Konstanz 
Sehenswürdigkeiten in Konstanz

Sehenswürdigkeiten in Konstanz


Niederburg

Das älteste Stadtviertel von Konstanz hat kleine Gassen mit jahrhunderte alten Häusern, kleinen Läden und gemütlichen Weinstuben. Das Viertel liegt zwischen Münster und Rhein. Trotz der alten Bausubstanz ist das Viertel jung geblieben. Davon zeugen die versteckten Kneipen. Die Häuser sind bis zu 700 Jahre alt. Dieser Stadtteil nennt sich Niederburg. Genauso heisst auch die Weinstube in dem Viertel. Sie hat eine rustikale Einrichtung und nette Atmosphäre. Es ist eines der beliebtesten Weinlokale der Stadt. Sonntag ist hier Ruhetag. Daneben befindet sich das Brauhaus Johann Albrecht hier. Vor den Augen der Gäste wird hier das Bier selbst gemacht. Der Kessel steht mitten im Lokal. Angeboten wird hier das dunkle Bier „Kupfer“ und das helle Bier „Messing“. Gleichzeitig kann ein kleines Gericht gekostet werden. In einem alten Kellergewölbe befindet sich die Weinstube Heimat. Im Sommer finden hier die Heimat-Partys statt. Diese sind sehr beliebt. Das Viertel verfügt auch über eine Cocktailbar. Sie liegt in der St. Johanngasse. Das Rambagh Palace ist nach dem Sommerpalast der Maharani von Jaipur benannt. Es liegt im 1. Stock des früheren Dom-Hotels. Die Devise hier lautet: Essen wie ein Maharadscha. Die Speisekarte enthält viele Klassiker der indischen Küche und das bedeutet, dass hier ein vielfältiges Angebot für Vegetarier existiert. Montags hat das Restaurant Ruhetag. Es ist empfehlenswert, vorher einen Tisch telefonisch zu reservieren. Nicht nur das älteste Stadtviertel von Konstanz hat hier etwas zu bieten. In Konstanz ist ein Spielcasino an der Seepromenade. Hier kann der Gast sein Glück bei Roulette und Black Jack versuchen. Im ersten Stock ist ein Restaurant in südlichem Flair. Das Stadttheater Konstanz ist das älteste Theater Deutschland. Die Spielzeit ist von September bis Juli. Es bietet ein vielfältiges Programm.


Städtische Wessenberg Galerie, Kunstverein Konstanz

Im Kulturzentrum am Münster befindet sich die Städtische Wessenberg Galerie. Er ist dort eine eigenständige Institution. Der Name der städtischen Galerie stammt von Freiherr Ignaz Heinrich von Wessenberg. Er wurde wegen seinen reformatorischen Ideen nie zum Erzbischof ernannt. Er wurde beeinflusst durch die Epoche der Aufklärung. Der Papst löste stattdessen das Bistum Konstanz auf. Es war zu widerspenstig. Freiherr Ignaz Heinrich von Wessenberg richtete ein Heim für gefährdete Mädchen ein. Dies führte er bis zu seinem Tode. Außerdem legte er eine umfassende Bibliothek und Kunstsammlung an. Das Wohnhaus von ihm ist heute in das Kulturzentrum am Münster integriert. Im 2. Obergeschoss befindet sich die Sammlung zu seinem Leben und seine Kunstsammlung. Im ersten Stockwerk sind Werkschauen des Konstanzer Kunstvereins, aber auch Sonderausstellungen finden hier statt. Die Galerie wird von dem Verein für Freunde und Förderer des Kulturzentrums am Münster unterstützt. Das Kulturzentrum wurde im Mai 1998 eröffnet. Der Verein führt Ausstellungen durch, hilft im Museum Shop und betreut die Gäste. Der Gewinn des Vereins kommt der Kunst zugute. Der Kunstverein Konstanz ist am 14. März 1858 gegründet worden. Er hat das Ziel, die bildenden Künste in jeglicher Art zu fördern. Er zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Kunstvereinen in Deutschland. Viele ehrenamtliche Bürger helfen dem Verein. Alle 2 Jahre verleiht die Stadt Konstanz und der Kunstverein den Konstanzer Kunstpreis. Gewählt wird eine bildende Künstlerin oder Künstler, der mit seiner Kunst einen Bezug zur Bodensee-Region hat. Eine international besetzte Jury wählt den Sieger aus. Die Ausstellungsräume wurden am Anfang des vorigen Jahrhunderts für die Präsentation von Kunstwerken geschaffen. Die beiden Oberlichtsäle haben helle Wand- und Bodenflächen. Der Kunstverein hat fast 600 Mitglieder.


Rosgartenmuseum

Das Rosgartenmuseum befindet sich im ehemaligen gotischen Zunfthaus der Metzger. Hier wird Konstanzer Geschichte von der jüngeren Steinzeit bis zum 20. Jahrhundert gezeigt. Es ist eines der wichtigsten Museen für Kunst und Kultur des Bodenseegebietes. Es wurde umfassend saniert. Heute präsentiert es sich in einer neuen, zeitgemäßen Gestaltung. Die urgeschichtliche Sammlung stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie steht unter Denkmalschutz. Daher durfte sie nicht verändert werden. Der Verein Freunde des Rosgartenmuseums hat Interesse an den geschichtlichen Zusammenhänge und an der Kunst. Sie unterstützen das Museum. Zu den Aufgaben gehört, der Ankauf für Sammlungen, Durchführen von Ausstellungen, drucken der Kataloge, Ausbau des Museums, organisieren von Kunstfahrten und führen unterschiedliche Veranstaltungen zugunsten des Museums durch. Die Mitgliedschaft im Verein bringt einige Vorteile. Es finden persönliche Führungen in den Ausstellungen statt. Die Mitglieder werden zu allen Ausstellungen eingeladen und erhalten Vorabinformationen. Sie haben freien Eintritt im Museum. Der Verein organisiert Fahrten zu anderen Museen und Sehenswürdigkeiten. Auch gesellige Veranstaltungen finden statt. Der gotische Zunftsaal des Museums wird als Ausstellungs-, aber auch als Veranstaltungsraum genutzt. Seit 1870 befindet sich hier das Museum. Gründer war Ludwig Leiner. Vorher war eine jüdische Schule, eine Kommissbrotbäckerei und Gesangsvereine in den Räumen untergebracht. Diese mussten für das Museum weichen. Das Museum befindet sich in der Fussgängerzone. Es sind nur wenig Fussminuten vom Bahnhof entfernt. Parkplätze sind in den umliegenden Parkhäusern vorhanden. Ein besonderer Höhepunkt der Sammlungen sind die Tafelbilder, die Skulpturen und die Handschriften aus dem Mittelalter. Im Jahre 2005 wurden zusätzliche Räume in einem angrenzenden Gebäude erschaffen. Bei der Erwerbung der Räume bekam die Stadt Unterstützung vom Verein Freunde des Rosgartenmuseums.


Münster und Münsterturm

Der Münster in Konstanz überragt noch heute die Stadt. Er hat einen 76 Meter hohen Turm. Versammlungen des Konzils fanden hier in der Zeit von 1414 bis 1418 statt. Martin V. Wurde hier zum neuen Papst ausgerufen. Am höchsten Punkt der Konstanzer Altstadt wurde die Kirche im 11. Jahrhundert als romanische Säulenbasilika gebaut. Sie ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert worden. Der Mittelturm als Abschluss der Westfront wurde im Jahre 1850 gebaut. Für die Restaurierung und Erhaltung ist heute eine eigene Dombauhütte verantwortlich. Die Innenausstattung ist im gotischen und barocken Stil. Aber es wirkt schlicht und bescheiden. Das Chorgestühl ist von Simon Haider. Es zeigt alttestamentliche Szenen. Geschaffen wurde es Mitte des 15. Jahrhunderts. Die Orgel stammt aus der Frührenaissance. Die Große Glocke ist aus der Werkstatt von H. C. Löffler und ist 155 Zentimeter groß. Der silberne Hochaltar wurde 1680 von Jakob von Fugger gestiftet. Die Hallenkrypta unter dem Hochaltar ist aus dem 8. / 9. Jahrhundert. Sie stammt aus der karolingischen Zeit. In der Krypta werden aus vergoldetem Kupfer die einmaligen Goldscheiben aufbewahrt. Die Scheiben zeigen Christus, der von Engeln umgeben ist, den Heiligen Konrad, den Adler des Johannes und Pelagius. Sie waren einst am Chorgiebel. Dort wurden sie aber durch Kopien ersetzt. An der südöstlichen Ecke des Kreuzganges befindet sich die Mauritius-Rotunde. Der heilige Konrad ließ sie errichten. Er nahm als Vorbild die Jerusalemer Grabeskirche. Diese hatte er auf Wallfahrten ins heilige Land kennen gelernt. Der Heilige Konrad war in der Zeit von 934 bis 975 Bischof von Konstanz. In der Rotunde war der Leichnam von Konrad. Jedoch ließen die reformatorischen Bilderstürmer seine Überreste in den See werfen. Im 13. Jahrhundert erhielt die Kapelle ihr gotisches Aussehen. Vom Münsterturm hat der Besucher eine wundervolle Aussicht über Konstanz und den Bodensee.


Konzilgebäude

Das Konzilgebäude liegt am Ufer des Bodensees in Konstanz. Das Konzil fand 1414 bis 1418 statt, allerdings nicht im Konzilgebäude, sondern im Münster. Trotzdem wird die Markthalle seither Konzil genannt. Hier wählte am 17. November 1417 Kardinal Otto von Colonna Martin V. zum Papst. Während des Konzils wurden die 3 Päpste abgesetzt. Das Gebäude ist dreigeschossig. Der Steinbau wurde als Warenlager im Jahre 1388 errichtet. Fertiggestellt wurde es im Jahre 1391. Im Erdgeschoß wurden die Ware gelagert. Im Obergeschoß tätigten die Kaufleute ihre Geschäfte. In dem feuchten Seeboden wurden Hunderte Eichpfähle als Fundament gesteckt. Damals verlief die Uferlinie weiter stadteinwärts. In dem Gebäude war ausreichend Platz für die Waren aus dem florierenden Handel mit Italien. Es ist der größte erhaltene mittelalterliche Profanbau in Süddeutschland. Also ein Gebäude für weltliche Zwecke. Seit 1912 ist es ein Restaurant und wird als Festsaal und Kongresszentrum genutzt. Das Seeufer ist sehr sehenswert. An der Promenade am See befinden sich Häuser im Jugendstil und verschnörkelte Türmchen. Konstanz ist die größte Stadt am Bodensee. Zur Zeit zählt sie fast 82.000 Einwohner. Aufgrund der strategisch günstigen Lage hat man schon früh mit der Besiedlung der Gegend begonnen. Im Jahre 585 wurde Konstanz zur Bischofsstadt ernannt. In den folgenden Jahren verstärkte sich der Handelsverkehr. Um das Jahr 900 hat die Stadt Marktrechte erhalten. Im Jahre 1836 nutzte der Zoll das Konzilgebäude. Ein kleiner Anbau wurde erbaut. Die Hafenanlage wurde in den Jahren 1839 bis 1842 errichtet. Dadurch ist das Seeufer weiter von dem Gebäude entfernt. Als Konstanz an das Bahnnetz angeschlossen wurde, gingen die Schienen durch das Erdgeschoß des Gebäudes. Die Schienen sind mittlerweile wieder entfernt worden. Der Umbau zum Restaurant erfolgte in den Jahren 1910 bis 1911. Beim Umbau entstand das Restaurant, ein Konzertsaal, eine Gartenterrasse und ein Festsaal. Der kleine Anbau wurde abgerissen und ein neuer Raum erschaffen. Die Ostseite wurde wieder erhöht, weil sie im Laufe der Zeit abgesackt war. Renoviert wurde das Gebäude von 1967 bis 1970. Die historische Bausubstanz wurde gesichert. Auch die Technik wurde auf den neusten Stand gebracht.


Stadttürme

Im 19. Jahrhundert wurde der mittelalterliche Befestigungsring der Stadt Konstanz Stück für Stück abgerissen. Er musste der viel zu eng gewordenen Stadt weichen. Im 13. Jahrhundert besaß die Stadt 27 Wehrtürme. Heute sind nur noch 3 Türme übrig. Zum einen ist der klotzige Rheintorturm noch vorhanden. Er hat einen originellen Erker. Gebaut wurde er nahe des Rheinübergangs. Der 2. noch bestehende Turm ist der Pulverturm. Er steht am Rhein. Einige Zeit wurde er als Stadtgefängnis genutzt. Er ist der nordwestliche Eckpfeiler der Stadtbefestigung. Am Ende der Hussenstraße befindet sich das Schnetztor. Es hat noch ein Stück der alten Stadtmauer. Es ist ein massiges, steinerne Stadttor mit hölzernen Glockentürmchen auf der Dachspitze. Es liegt in der Nähe zur Schweizer Grenze. Hier wurden die mittelalterlichen Pendler aus der Vorstadt Stadelhofen und dem benachbartem Kloster Kreuzlingen durchgelassen. Der Rheintorturm, das Schnetztor und der Pulverturm wurden um 1400 erbaut. Der Ort Konstanz wurde 1499 wegen des unglücklichen Ausgangs des Schwabenkrieges zur Grenzstadt. Im Jahre 1183 schloss der Kaiser Barbarossa Friede mit den lombardischen Städten. Aus Dankbarkeit stellte sein Sohn Adolf Hitler war Stadt-Ehrenbürger. Er und die Konstanzer Faschisten gingen rücksichtslos gegen die Juden vor. Am 9. November 1938 in der Reichskristallnacht wurde die Synagoge nieder gebrannt. Die Feuerwehr wurde an der Löschaktion gehindert. Am nächsten Morgen wurde die Synagoge gesprengt. Von 771 jüdischen Bürgern aus Konstanz wurden 120 ins KZ gebracht. 385 Juden wanderten aus und 62 verstarben in der Stadt. 204 jüdische Bürger zogen in andere deutsche Gegenden. Am 26. April 1945 wurde Konstanz vom Faschismus durch französische Truppen befreit.


Dreifaltigkeitskirche

Im Jahre 1268 wurde hier ein Kloster gegründet. Sie war die Kirche der Augustiner. Daher ist sie heute auch als Augustiner-Kirche bekannt. Die Dreifaltigkeitskirche hat ein schlichtes Äußeres. Die Innenausstattung ist im barocken Stil. Hier befindet sich ein schwungvoller Hochaltar, die Kanzel und eine aufwendig gearbeitete Stuckdecke. Im Mittelpunkt der Decke steht ein Fresko. Es zeigt die Glorie des heiligen Augustin. Die über 550 Jahre alten Fresken an den Hochschiffwänden zeigen Motive der Ordensgeschichte. Sie sind der kostbarste Schatz der Kirche. Die Kirche liegt an der Rosengartenstraße in Konstanz. Das Kloster wurde 1802 aufgelöst. Ab dem 17. Jahrhundert war sie eine Garnisonskirche. Später fungierte sie auch als Spitalkirche und altkatholisches Gotteshaus. Heute ist sie die römisch-katholische Stadtkirche. Im 13. Jahrhundert hatte der Bischofssitz Konstanz bereits 2 Klöster. 1268 wurde das Augustiner Kloster gegründet. Bei einem Brand im Jahre 1398 wurde die Augustinerkirche zerstört. Allerdings wurde sie unverändert wieder aufgebaut. König Sigismund war Gast im Kloster und stiftete die Malerarbeiten für das Innere der Kirche. Während der Reformation wurde der Kirchenhof eingeebnet. Die Ausstattung wurde sehr beschädigt. In den Jahren 1686 bis 1687 wurde eine Marienkapelle erschaffen. Ihren barocken Stil erhielt die Kirche in den Jahren nach 1740. Im Jahr 1840 wurde die barocke Ausstattung entfernt. Das alte Konventgebäude wurde abgebrochen, nachdem das Spital in einen Neubau umgezogen ist. Links und rechts des Chors wurden 2 Treppentürme gebaut. Bei den Bauarbeiten wurde der östliche teil der barocken Marienkapelle zerstört. Die Restaurierung wurde von Conrad Gröber eingeleitet. Er war Pfarrer der Dreifaltigkeitsgemeinde ab 1905. Später war er Erzbischof des Bistums Freiburg im Breisgau. In den 50er Jahren erfolgte eine weitere Renovierung. Zur 700 Jahr Feier des ehemaligen Klosters, im Jahre 1967, wurde das äußere Erscheinungsbild der Kirche renoviert.


Stephanskirche

Die Stephanskirche in Konstanz wurde im 15. Jahrhundert erweitert. Die bis dahin romanische Kirche bekam spätgotischen Stil. Der Chor wurde später im Rokoko-Stil umgebaut. Das Steinbildwerk wurde von dem Renaissance-Bildhauer Hans Morinck erschaffen. Ebenfalls hat er das Sakramentshäuschen im Jahre 1594 erbaut. 1591 starb seine Frau. Für sie hat er das Grabmal erbauen lassen. Die Kirche ist ein dreischiffiges Gebäude. Sie hat einen 65 Meter hohen Turm. Das Äußere der Kirche ist aus grauen Sandstein und hat klare Linien. Im Inneren befinden sich einige Kunstwerke. Hans Morinck schuf hier auch die drei Passions-Szenen. Der Hochaltar ist aus Eichenholz. Das Chorgestühl ist mit Gesichtern verziert. Die Decke aus Holz stammt aus dem Jahr 1905. Im Chor befinden sich Deckenbilder, die der bischöfliche Hofmaler Franz Ludwig Herrmann so um 1770 erschuf. 12 Gemälde schmücken das Mittelschiff. Die Pfeiler sind blau-grau. Sie wurden um 1572 bemalt. Die Fresken zeigen die Apostel, wie zum Beispiel Johannes, Matthäus und Petrus. An den Seitenaltären hängen Gemälde des Schweizers Paul Melchior Deschwanden. Er malte diese in den Jahren um 1850. Sie zeigen christliche Figuren und die Steinigung des Heiligen Stephanus. Die schmalen Fenster der Kirche sind mit christlichen Figuren bemalt. Auch die Orgel ist in einem blau-grau Ton gehalten. Im hinteren Bereich ist sie sehr verziert. Zwei goldene Engel spielen Pauke und Trompete. Die Kirche liegt an der Wessenbergstraße. Durch archäologische Grabungen nördlich der Kirche in den 50er Jahren zeigte sich, dass die Kirche im Bereich eines spätrömischen Grab-Feldes des 3. bis 4. Jahrhunderts befand. Man geht davon aus, dass sie als eine kleine Friedhofskirche diente. Sie gehört zu den ältesten Kirchen am Bodensee.


Hus-Museum

Das Hauptthema des Hus-Museums in Konstanz ist das Leben des böhmischen Reformators Jan Hus. Er kritisierte die damaligen Kirchenverhältnisse. Seit 1980 beherbergt das Haus eine künstlerisch gestaltete Ausstellung. In 5 Räumen sind Exponate über Jan Hus, aber auch die nachfolgende hussitische Epoche. Der Sammler Erich Bühl hat dem Museum wertvolle Personenbildnisse von Jan Hus, Hieronymus von Prag und John Wyclif zur Verfügung gestellt. Das Museum ist montags geschlossen. Führungen finden auf Anfrage statt. Der Eintritt ist frei. Im Museum sind Audioführer in Deutsch, Tschechisch und Englisch vorhanden. Lange Zeit wurde das Museum fälschlicherweise als Wohnung von Jan Hus ausgegeben. Seit 1923 gehört es der Prager Museumsgesellschaft. Im Sommer 1980 wurde es wieder eröffnet. In einer modernen Museumskonzeption wird versucht, die geschichtlichen Zusammenhänge in Ton, Bild und Wort zu erklären. Wandschriften, Objekte und Exponate machen den Verlauf der Geschichte deutlich. Für Kinder gibt es im Museumsführer ein Ratespiel. Jan Hus wurde 1371 geboren. Nach seiner weihe war er führender Professor an der Prager Universität. Die Ideen des Engländers John Witcliff griff er auf und bekämpfte die Verweltlichung der Kirche. Er forderte den Ursprung des Glaubens. Damit wurde er dem Vatikan gefährlich. Hus stärkte die Identität der Tschechen. Er führte eine einheitliche Schrift ein. Beim Konstanzer Konzil wurde er im ehemaligen Dominikanerkloster eingesperrt und am 6. Juni 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Zuvor war er schon im Jahre 1411 exkommuniziert worden. Aber durch seinen Tod wurden seine Ideen nicht vergessen. Die Hussitenbewegung verteidigte nach seinem Tod Böhmen erfolgreich und zwang die offizielle Kirche zu Verhandlungen. Auch heute noch sind seine Überzeugungen noch vorhanden.


Münsterpyramide

Der Münsterplatz wurde im Jahre 2003 neu gestaltet. Dabei wurde bei den Bauarbeiten Überreste eines spätantiken Kastells gefunden. Lange Zeit wurde bereits schon vermutet, dass sich zur Zeit der Römer eine Befestigungsanlage auf dem heutigen Münsterhügel befunden hat. Jedoch erst mit diesem Fund konnte die Theorie bewiesen werden. Es wurden Reste eines vor 1600 Jahren erbauten Wehrturms und einer teilweise noch älteren Mauer entdeckt. Geplant war, dass dieser Fund nur dokumentiert werden sollte und die Fundstelle dann wieder zugeschüttet wird. Jedoch erhoben Denkmalschützer Proteste dagegen. Jetzt werden die Reste der Burganlage unter einer Glaspyramide gezeigt. Sie wird heute als Keimzelle von Konstanz bezeichnet. Die Tuffsteinfunde werden nachts von unten beleuchtet. 15 Stufen führen direkt in die Antike. Die Falltür, die dort hin führt, ist hydraulisch versenkbar. Führungen finden auf Anfrage statt. Die Besiedelung von Konstanz war abzusehen, da es ideal in der Bodenseebucht liegt. Es ist eine strategisch günstige Lage. Das Kastell auf dem Münsterplatz wurde von den Römern errichtet. Sie mussten die Alemannen abwehren. Im Jahre 585 wurde der Ort zur Bischofsstadt. Um 900 erhielt Konstanz das Marktrecht. Kaiser Barbarossa schloss im Heerlager vor der Stadtmauer im Jahre 1183 Friede mit den lombardischen Städten. Er hatte sein Leben lang gegen diese gekämpft. Sein Sohn stellte aus Dankbarkeit der Stadt im Jahre 1192 die Freiheitsurkunde aus. Damit wurde Konstanz freie Reichsstadt. Fortan war die Stadt von den bischöflichen Steuern befreit. Das Konstanzer Konzil tagte von Herbst 1414 bis April 1418 in der Stadt. Hier wurde Martin V. gewählt und somit hatte die 40-jährige Kirchenspaltung ein Ende. Das war ein historischer Höhepunkt für Konstanz.


Kaiserbrunnen

Der Kaiserbrunnen in Konstanz liegt an der Marktstätte. Er ist eine wichtige Sehenswürdigkeit. Die Besucher finden ihn in der Fussgängerzone am Marktplatz. 1897 wurde der Brunnen von dem Bildhauer Hans Baur entworfen und nach seinen Plänen gebaut. Der alte beschädigte vorige Brunnen wurde entfernt. Der neu gebaute Brunnen wurde am 30. Oktober 1897 mit einer großen Feier eingeweiht. Heute treffen sich hier die Bürger von Konstanz. Besonders in den Abendstunden hebt er sich von den umliegenden Geschäften ab, da er beleuchtet ist. Die ursprünglichen Standbilder wurden von einem Bürgermeister abgemacht. Er benutzte die Bilder zur Deckung des Metallbedarfs der Rüstungsindustrie. Hier blieben hässliche leere Nischen zurück. Das Künstlerehepaar Gernot und Barbara Rumpf hat diese Nischen wieder gefüllt. Sie stellten Friedrich I., genannt Barbarossa, mit langem Bart, der sich auf die Kyffhäuser-Sage bezieht, Maximilian I. und seine Gattin auf dem Brunnenrand, sowie Otto I. dar. Das achtbeinige Pferd steht für Friedrich II, der im Jahre 1212 erschöpft von einem Ritt aus Apulien in Konstanz eintraf. Für die kleinen Besucher zeigt der Brunnen Seehasen, die Wasser speien. Auch das Umfeld wurde neu gestaltet. Die Friedensurkunde von Kaiser Barbarossa wurde in Bronze gegossen. Diese kann am Brunnen angesehen werden. Vor der Stadt schloss Kaiser Barbarossa im Jahre 1183 Frieden mit den lombardischen Städten. Er war schon lange mit diesen im Krieg. Sein Sohn stellte der Stadt im Jahre 1192 aus Dankbarkeit die Freiheitsurkunde aus. Das bedeutete für die Stadt Konstanz, dass sie von nun an eine freie Reichsstadt war und somit von den bischöflichen Steuern befreit war. Konstanz ist die größte Stadt am Bodensee. Heute hat sie fast 82.000 Einwohner. Die Altstadt ist noch völlig intakt. Sie wurde von den Zerstörungen des Krieges verschont.


Insel Mainau

Das Markenzeichen der Insel Mainau ist das prachtvolle Blumenmeer. Im Frühling kommen viele Besucher von Konstanz über die lange Brücke zur Insel Mainau. In allen Farben verzaubern hier die Blumenpracht die Besucher. Der Duft, den die Blumen verströmen, erstreckt sich über die ganze Insel. Die Chefin der Mainau GmbH ist Bettina Gräfin Bernadotte. Die Insel ist seit mehr als 150 Jahren im Besitz ihrer Familie. Bettina Gräfin Bernadotte hat ihre Kindheit auf der Insel verbracht. Dadurch hat sie eine ganz besondere Beziehung zu der Natur und auch zu den Blumen und Pflanzen auf der Insel. Sie kümmert sich um die gesamte Insel. Verwandt ist sie sogar mit dem schwedischen Königshaus. Der schwedische König Carl Gustaf ist ihr Groß-Cousin. Die Insel ist ca. 45 Hektar gross. Hier ist kein Quadratmeter ungenutzt. Es wachsen neben vielen Sorten Blumen auch Palmen, Orangen und Zedernhaine. Die mächtigen Mammutbäume und liebevoll gestalteten Tiere aus Sträuchern lassen jeden Besucher staunen. Am Bodensee ist die Insel das ganz besondere Tourismusziel. Sie hat mehr als 1,1 Millionen Besucher im Jahr. Das wunderbare Schmetterlingshaus und das riesige Palmenhaus sind die Hauptattraktionen der Insel. Auf der Insel sind schon TV-Filme produziert worden. Die Römer benutzten die Insel schon vor rund 2000 Jahren als strategische Festung. Zu dem mächtigen Kloster Reichenau gehört sie seit dem 9. Jahrhundert. Sie war ursprünglich Sitz eines Rittergeschlechts. Seit 1272 wurde die Insel von deutschen Ritterorden bewohnt. Im 30 jährigen Krieg wurde sie für kurze Zeit von Schweden erobert. Bei der Säkularisierung kam die Insel 1805 an Baden. Als Sommerresidenz nutzte Großherzog Friedrich I. von Baden sie und ließ den Park und die Gärten anlegen. Er brachte die unterschiedlichsten Gewächse von seinen Reisen mit. Nach seinem Tod verwilderte die Insel. Graf Lennart Bernadotte verwandelte die Insel Mainau ab dem Jahr 1932 in das heutige Blumen- und Pflanzenparadies.


Rathaus

Das Rathaus war im 14. Jahrhundert das Zunfthaus der Kramer und Leinweber. Im Jahre 1594 wurde es zur Stadtkanzlei umgebaut. Der wunderschöne Innenhof aus der Spätrenaissance ist sehr sehenswert. Im Sommer finden hier Konzerte statt. Es liegt im südlichen Zentrum der Altstadt, zwischen der Kanzleistraße und dem Augustinerplatz. Das Rathaus hat ein efeubewachsenes Dach. Mit den beiden Treppentürmchen und den dekorativen Giebeln wirkt es eher wie ein Schlösschen, als ein Sitz der Stadt. Die Kanzlei wurde 1594 fertiggestellt. Der Oberbürgermeister wird direkt von den Bürgern der Stadt gewählt. Er hat eine Amtszeit von 8 Jahren und ist Vorsitzender des Gemeinderates und organisiert die Verwaltung der Stadt. Sein Büro hat er mit seinen Referenten im Rathaus. Heute ist Horst Frank Oberbürgermeister von Konstanz. Er wurde im Jahre 1996 zum ersten Mal zum Oberbürgermeister gewählt. Nach seiner 8-jährigen Amtszeit wurde er im Jahr 2004 wieder gewählt. Er ist 1949 in Konstanz geboren. In Freiburg und München studierte er Jura. Nach Absolvierung des I. und II. Staatsexamens war er als Rechtsanwalt in Konstanz tätig. 1995 verlegte er seine Kanzlei nach Erfurt. Im Rathaus und dem dahinter gelegen Haus Zum Thurgau befinden sich Teile der Stadtverwaltung. Über den Fenstern am Rathaus befinden sich kleine Medaillons. Hier ist das Porträt von Ambrosius Blarer, Ulrich Zasius, Ignaz Heinrich von Wessenberg und Marie Ellenrieder dargestellt. Über den Arkaden des Erdgeschossen sind wichtige Ereignisse festgehalten. Sie zeigen zum Beispiel Friedrich Barbarossa, der mit den Städten der Lombardei Frieden schloss und den Besuch Friedrichs II. Ebenfalls ist hier die Belehnung des Hohenzollern Friedrich mit der Mark Brandenburg und der Kampf der Bevölkerung gegen die Truppen des Kaisers Karl V. dargestellt.


Insel Reichenau

Die Insel Reichenau liegt im Bodensee. Sie wurde aufgrund ihres einzigartigen Kultur- und Naturerbes im Jahre 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Es ist eine ruhige Insel. Schmale Wege durchziehen sie. Die Reichenauer Gartenkultur kann auf eine fast tausendjährige Vergangenheit zurück blicken. Auf ihr stehen mittelalterliche Kirchen aus dem 9. bis 11. Jahrhundert und Denkmäler, die weltberühmt sind. Hier findet der Besucher schlichte Kirchen mit kostbaren Wandmalereien, wie zum Beispiel das Münster St. Maria und Markus in Mittelzell und die beiden ehemaligen Stiftskirchen St. Georg in Oberzell und St. Peter und Paul in Niederzell. Seit 1838 ist die Insel durch einen Damm und eine kleine Brücke mit dem Festland verbunden. Schnurgerade führt die einzige Landverbindung vom Festland auf die Insel. 4,5 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit ist die kleine Insel. Die Menschen auf der Insel leben vom Tourismus und vom Gemüseanbau. Für den Gemüseanbau werden heute rund 200 Hektar für den Gemüseanbau und ca. 16 Hektar für den Weinbau genutzt. Auch für die Fischerei ist die Insel Reichenau von besonderer Bedeutung. Das ökologische Gleichgewicht des Bodensees war gestört. Also gründeten die Berufsfischer eine Fischbrutanstalt auf der Insel Reichenau. Hier werden jährlich 100 Millionen Felchen, bis zu 6 Millionen Hechte und ca. 800.000 Äschen ausgebrütet. Damit ist der Bestand an Edelfischen gesichert. Die Geschichte der Reichenauer Benediktinerabtei reicht über 1.250 Jahre zurück. Bischof Pirmin gründete im Jahre 724 das Kloster. Neben den Kirchen ist auch die Schatzkammer im Münster bemerkenswert. Das kleine Schlösschen „Bürgle“ steht nahe der Stiftskirche St. Peter und Paul. Es war der Sommersitz der Äbte. Heute ist es Ferienheim der Energieversorgung Baden-Württemberg. Das Schloss „Königsegg“ steht in Mittelzell. Heute ist es eine Schule für Logopädie und Physiotherapie. Natürlich hat Reichenau auch ein Museum. Es ist auf 4 Gebäude aufgeteilt, die sich jeweils mit einem bestimmten Thema beschäftigen.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Konstanz

Bundesland:
Baden-Württemberg

Regierungsbezirk:
Freiburg

Landkreis:
Konstanz

Höhe:
405 m ü. NN

Fläche:
55,65 km²

Einwohner:
83.644

Autokennzeichen:
KN

Vorwahl:
07531, 07533

Gemeinde-
schlüssel:

08 3 35 043



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